Fachgespräche

Mittwoch, 15.06.2022
13.00 Uhr – bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 15.06.2022, 13.00 Uhr – bis 15.00 Uhr
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Vor dem Hintergrund demografischer und sozialer Wandlungsprozesse erwachsen soziale und ökonomische Herausforderungen. Diese werden insbesondere am stetig steigenden Bedarf und der Nachfrage nach pflegerischen und nach medizinischen Versorgungsleistungen einer alternden Gesellschaft deutlich. Die Sicherung von „Pflegeleistungen“ findet ganz wesentlich im räumlichen Nahbereich statt. Der Blick wird dabei verschärft auf Fachkonzepte wie Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung gerichtet.

Das Fachgespräch verfolgt die Zielsetzung, den Diskurs zu Fragen der Pflege und des Begriffs der Community zu fördern. Hinter diesem Begriff verbergen sich unterschiedliche Ansätze und Konzepte. Community Health Nursing betont die Rolle der Pflege in der primären Gesundheitsversorgung und in der Versorgung von vulnerablen Gruppen. Ein anderer Ansatz steht hinter den „Caring Communities“, den sorgenden Gemeinschaften, in denen der Schwerpunkt auf der sozialräumlichen Nähe, lokalen, quartiersnahen Konzepten und Fragen der gegenseitigen menschlichen Sorge liegt. Nicht zuletzt erfolgt eine Assoziation des Begriffs der Community mit dem deutschen Begriff der Kommune als Verwaltungseinheit. Gemeinsam ist allen Ansätzen die Erweiterung der pflegerischen Perspektive um eine kollektive Betrachtungsweise, die gesundheitliche Fragen, kommunale Besonderheiten und sozialräumliche Aspekte in den Blick nimmt und nicht auf der Ebene des Individuums verbleibt.

Die Beiträge des Fachgespräches spiegeln die unterschiedlichen Ansätze und Konzepte wider. Damit wird die Grundlage für eine mögliche Diskussion und mögliche Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels aufgezeigt.

Impulsgeber:

Frau Barbara Weber-Fiori – Bayerisches Forschungszentrum Pflege Digital – Fokusfeld 4 – Digitale, pflegebezogene Infrastruktur auf kommunaler Ebene
Frau Dr. Monika Linhart – Bayerisches Forschungszentrum Pflege Digital – Fokusfeld 6: Professionelle Pflege

Mittwoch, 30.03.2022
13.00 Uhr – bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 30.03.2022, 13.00 Uhr – bis 15.00 Uhr

Bürgerschaftliches Engagement und die Berücksichtigung von Gemeinwohlinteresse prägen die aktuelle Diskussionen ebenso wie die Digitalisierung, die bürokratische Entlastung und die Entwicklung innovativer Konzepte. Im Auftrag des BMWi wurde die Studie: „Bürgergenossenschaften in den neuen Bundesländern – Engagiert für das Gemeinwesen“ aktuell beendet. Derzeit fehlt ein Ein- und Überblick, wie Bürgerengagement mit Genossenschaften besonders in den ländlichen Regionen gestaltet sind und diese an „Auftrieb“ gewinnen können. Diese Lücke schließt derzeit die Studie, die als Ideenpool und erste Handlungshilfe für kommunale und regionale Initiativen gelten kann.

Im Mittelpunkt des Impulses stehen konkrete genossenschaftliche Umsetzungen. Betrachtet werden das Vorgehen, Scheitern und vor allem Erfolge angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen sowie die erforderlichen Unterstützungsstrukturen vor Ort, damit lokale genossenschaftliche Initiativen gelingende Vorhaben umsetzen können.

Impulsgeber: Frau Dr. Kristina Bayer – innova eG; Herr Dr. Burghard Flieger – innova eG und Herr Joschka Moldenhauer – Seminar für Genossenschaftswesen, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln

Mittwoch, 16.02.2022
13.00 Uhr – bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 16.02.2022, 13.00 Uhr – bis 15.00 Uhr

Mit der Vorstellung des Beitrages WOHNEN 6.0 im November 2021 hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) einen Diskussionsprozess um das Leben im Alter angeregt. Mit den Heimgenerationen 1-5 wurden bereits in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Impulse gesetzt. Zuletzt wurden mit dem Heimleitbild der 5. Generation – „gemeinwesenorientierte Heime“ die Quartiershäuser geprägt.

Wohnen 6.0 bewegt sich in der KDA-Tradition, die Heimversorgung bedarfsgerecht weiterzudenken. Das hier zur Diskussion gestellte Leitbild WOHNEN 6.0 ist jedoch keine 6. Heimgeneration. „Eine konsequente Demokratisierung stellt den Sorgenden Gemeinschaften anheim, selbst zu entscheiden, wie professionell oder selbstorganisiert sie ihr Pflegewohnsetting gestalten wollen. Es geht darum, sektorenübergreifend Pflegewohnangebote so weiterzuentwickeln, dass sie den Bedarfen der Langzeitpflegebedürftigen, die dort wohnen, und den Mitarbeitenden, die dort arbeiten, entsprechen“.

Frau Kremer-Preiß wird in ihrem Impuls die Grundzüge für ein Leben im Alter(n) 6.0 skizzieren. Es steht genügend Raum zur Diskussion zur Verfügung.