Fachgespräche

Mittwoch, 18.01.2023
13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 18.01.2023, 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels rücken Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung im Alter verstärkt in den Blickpunkt der kommunalen Seniorenarbeit und der Pflege. Eine Maßnahme, die in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert wird, sind präventive Hausbesuche, ein zugehendes Informations- und Beratungsangebot für ältere Menschen in ihrem Zuhause. Die mit dem Angebot verbundenen Zielsetzungen sind vielfältig, konkret werden unter anderem nachfolgende Zielsetzungen genannt: selbständige Lebensführung zu fördern, Lebensqualität zu erhöhen, Pflegeheimaufnahmen oder Pflegebedürftigkeit zu verzögern oder zu vermeiden, Einsamkeit zu mindern, Handlungskompetenz zu stärken und die Zugangschancen für ältere Menschen zu gesellschaftlicher Teilhabe, pflegerischen und medizinischen Ressourcen und notwendiger Alltagsversorgung zu erhöhen.

Im Fachgespräch werden die Ziele und das mögliche Leistungsspektrum präventiver Hausbesuche, auch in Abgrenzung zu anderen Angeboten, konturiert. Hierfür werden die Studienlage, die möglichen Ausrichtungen des Angebotes und Bausteine des präventiven Hausbesuches wie Zugangswege und Leistungsspektren dargestellt. Betrachtet werden darüber hinaus Potentiale und Herausforderungen des Ansatzes sowie Fragen der Implementierung und Umsetzung.

Impulsgeberin: Frau Anne Gebert – Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V., Köln, Forschungsgebiete Präventive Hausbesuche, Sozialraumentwicklung für ein selbständiges Leben im Alter, Pflege und Technologien

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Die Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte nutzen Sie für die Anmeldung folgenden Link: Registrierung via WebEx
Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an das Bayerische Landesamt für Pflege wenden. Sie erreichen uns per E-Mail unter veranstaltungen@lfp.bayern.de.

Mittwoch, 07.12.2022
13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 07.12.2022, 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels rücken Fragen der Prävention und Gesundheitsförderung verstärkt in den Blickpunkt der kommunalen Seniorenarbeit und der Pflege. Zentrales Ziel der unter diesen Begriffen subsumierten Aktivitäten ist, Gesundheit und selbstständige Lebensführung im Alter zu erhalten sowie Chancengleichheit im Hinblick auf die Inanspruchnahme von Teilhabe- und Versorgungsangeboten zu fördern. In Anlehnung an den Settingansatz der Gesundheitsförderung werden Maßnahmen präferiert, die im direkten Lebensumfeld der Menschen ansetzen. Zur Erreichung der genannten Ziele erprobt das Land Rheinland-Pfalz seit 2015 mit dem Projekt „Gemeindeschwesterplus“  eine Maßnahme, die ein aufsuchendes, präventives und gesundheitsförderndes Beratungsangebot für ältere Menschen mit Sozialraumentwicklung vereint.

Das Fachgespräch verfolgt die Zielsetzung, den Diskurs zu Möglichkeiten und Grenzen eines ähnlich konturierten Angebotes in bayerischen Kommunen zu fördern. Hierfür erfolgt eine Einordnung des Projektes „Gemeindeschwesterplus“ in die bestehende Akteurs- und Versorgungslandschaft sowie im Hinblick auf weitere innovative Ansätze der kommunalen Pflegearbeit. Betrachtet werden darüber hinaus Potentiale und Herausforderungen des Ansatzes sowie Fragen der Implementierung und Umsetzung.

Impulsgeberin: Frau Anne Gebert – Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V., Köln, Forschungsgebiete Präventive Hausbesuche, Sozialraumentwicklung für ein selbständiges Leben im Alter, Pflege und Technologien

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Mittwoch, 02.11.2022
13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 02.11.2022, 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Die Gestaltung, Weiterentwicklung und institutionelle wie organisierte Verfestigung von Sorge-Strukturen sind ein kontinuierlicher Auftrag in hochkomplexen Gesellschaften. Wenn nun der Gesundheits- und Pflegesektor etwa aufgrund zunehmender Digitalisierung und Herausforderungen veränderter Arbeitsteilung sich den weiterhin kontinuierlichen Anforderungen der demographischen Entwicklungen, den Möglichkeiten des medizinisch-technischen Fortschritts und parallel der Veränderungen der sozioökonomischen Sorgebezüge (Veränderung der Familienstrukturen) stellen will, dann verknüpfen sich diese Fragen wiederum mit dem Grundprinzip einer solidarisch verfassten Sorgestruktur. Es können grob zwei Ansätze unterschieden werden: Einerseits gibt es spezialisierte „Single-Purpose-Systeme“,  die ein übergeordnetes Sicherungsziel, etwa den Schutz vor dem Krankheitsrisiko, durch eine spezialisierte und weitgehend standardisierte Sorgeproduktion organisieren wollen. Davon abzutrennen sind umfassende, letztendlich nicht abschließend definierende Ansätze einer umfänglichen, nicht auf ein Ziel verorteten Daseinsverantwortung („multi-purpose“) gerichteten Sorgeverantwortung, mit einer Mischung an organisierter und ehrenamtlicher Sorge. Gerade an dieser Stelle greifen jüngere Entwicklungen zur Ausprägung sozialer, kommunal-verfasster Infrastrukturen, setzen aber auch vielfältige Digitalisierungssstrategien an. Welche Bedeutung Digitalisierung, verstanden als Veränderung der Akteurs- und Organisationsbeziehungen von Sorge durch und mit Hilfe von Digitalisierung, haben kann – gerade auch mit Blick auf die Fähigkeit zur Selbstsorge und familialen Sorge – und auch welche Rolle soziales Unternehmertum im Bild einer sozialen Marktwirtschaft hier einnehmen kann und soll, wird im Mittelpunkt des Fachgesprächs stehen.

Impulsgeber: Herr Prof. Dr. Jürgen Zerth – Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt – Forschungsgebiete Ökonomie der Langzeitpflege, Innovations- und Diffusionsforschung insbesondere im Bereich von Technologien im Gesundheits- und Pflegemarkt, soziale Infrastrukturen und Ausgestaltung einer (solidarischen) Wettbewerbsordnung im Sozialmarkt

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Mittwoch, 28.09.2022
13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 28.09.2022, 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

In Bayern werden rund 77 % der Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf im häuslichen Bereich betreut und unterstützt (Pflegestatistik 2019). Angesichts des demografischen Wandels und der zugleich fehlenden Fachkräfte wächst die Bedeutung bürgerschaftlich Engagierter, die pflegende Angehörige und professionelle Kräfte bei der Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf unterstützen und entlasten. Die derzeit zur Verfügung stehenden Daten zum bürgerschaftlichen Engagement in Pflegekontexten stehen im deutlichen Kontrast zur Bedeutung, die die Politik dem Thema zuweist. Trotz der offensichtlich praktischen Relevanz freiwillig erbrachter Leistungen im pflegerischen Kontext mangelt es an empirisch belastbaren Daten. In welchem Umfang und in welcher Form konkrete Hilfestellungen bürgerschaftlich Engagierter tatsächlich zur Sicherung der Betreuung und Unterstützung beitragen, lässt sich schwer abschätzen. Insbesondere fehlen Ergebnisse zu diesen Engagementsformen im Hinblick auf die im Einzelnen übernommenen Aufgaben und Rollen. Betrachtet werden müssen im diesem Kontext ebenfalls ein Wandel hin zu kurzfristigem Engagement und der Bedeutungszuwachs der Digitalisierung. Das heutige Fachgespräch gibt Impulse zu Aufgaben und Funktionen Engagierter in Pflegekontexten und geht auf die kritischen Perspektiven Uberisierung, Informalisierung und Professionalisierung ein.

Impulsgeber: Frau Prof. Dr. Doris Rosenkranz – Technische Hochschule Nürnberg – Forschungsgebiete Bürgerschaftliches Engagement, Freiwilligenmanagement, Kohäsion, Seniorengenossenschaften & Nachbarschaftshilfe

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Mittwoch, 15.06.2022
13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 15.06.2022, 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Vor dem Hintergrund demografischer und sozialer Wandlungsprozesse erwachsen soziale und ökonomische Herausforderungen. Diese werden insbesondere am stetig steigenden Bedarf und der Nachfrage nach pflegerischen und nach medizinischen Versorgungsleistungen einer alternden Gesellschaft deutlich. Die Sicherung von „Pflegeleistungen“ findet ganz wesentlich im räumlichen Nahbereich statt. Der Blick wird dabei verschärft auf Fachkonzepte wie Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung gerichtet.

Das Fachgespräch verfolgt die Zielsetzung, den Diskurs zu Fragen der Pflege und des Begriffs der Community zu fördern. Hinter diesem Begriff verbergen sich unterschiedliche Ansätze und Konzepte. Community Health Nursing betont die Rolle der Pflege in der primären Gesundheitsversorgung und in der Versorgung von vulnerablen Gruppen. Ein anderer Ansatz steht hinter den „Caring Communities“, den sorgenden Gemeinschaften, in denen der Schwerpunkt auf der sozialräumlichen Nähe, lokalen, quartiersnahen Konzepten und Fragen der gegenseitigen menschlichen Sorge liegt. Nicht zuletzt erfolgt eine Assoziation des Begriffs der Community mit dem deutschen Begriff der Kommune als Verwaltungseinheit. Gemeinsam ist allen Ansätzen die Erweiterung der pflegerischen Perspektive um eine kollektive Betrachtungsweise, die gesundheitliche Fragen, kommunale Besonderheiten und sozialräumliche Aspekte in den Blick nimmt und nicht auf der Ebene des Individuums verbleibt.

Die Beiträge des Fachgespräches spiegeln die unterschiedlichen Ansätze und Konzepte wider. Damit wird die Grundlage für eine mögliche Diskussion und mögliche Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels aufgezeigt.

Impulsgeber:

Frau Barbara Weber-Fiori – Bayerisches Forschungszentrum Pflege Digital – Fokusfeld 4 – Digitale, pflegebezogene Infrastruktur auf kommunaler Ebene
Frau Dr. Monika Linhart – Bayerisches Forschungszentrum Pflege Digital – Fokusfeld 6: Professionelle Pflege

Mittwoch, 30.03.2022
13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 30.03.2022, 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Bürgerschaftliches Engagement und die Berücksichtigung von Gemeinwohlinteresse prägen die aktuelle Diskussionen ebenso wie die Digitalisierung, die bürokratische Entlastung und die Entwicklung innovativer Konzepte. Im Auftrag des BMWi wurde die Studie: „Bürgergenossenschaften in den neuen Bundesländern – Engagiert für das Gemeinwesen“ aktuell beendet. Derzeit fehlt ein Ein- und Überblick, wie Bürgerengagement mit Genossenschaften besonders in den ländlichen Regionen gestaltet sind und diese an „Auftrieb“ gewinnen können. Diese Lücke schließt derzeit die Studie, die als Ideenpool und erste Handlungshilfe für kommunale und regionale Initiativen gelten kann.

Im Mittelpunkt des Impulses stehen konkrete genossenschaftliche Umsetzungen. Betrachtet werden das Vorgehen, Scheitern und vor allem Erfolge angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen sowie die erforderlichen Unterstützungsstrukturen vor Ort, damit lokale genossenschaftliche Initiativen gelingende Vorhaben umsetzen können.

Impulsgeber: Frau Dr. Kristina Bayer – innova eG; Herr Dr. Burghard Flieger – innova eG und Herr Joschka Moldenhauer – Seminar für Genossenschaftswesen, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln

Mittwoch, 16.02.2022
13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mittwoch, 16.02.2022, 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mit der Vorstellung des Beitrages WOHNEN 6.0 im November 2021 hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) einen Diskussionsprozess um das Leben im Alter angeregt. Mit den Heimgenerationen 1-5 wurden bereits in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Impulse gesetzt. Zuletzt wurden mit dem Heimleitbild der 5. Generation – „gemeinwesenorientierte Heime“ die Quartiershäuser geprägt.

Wohnen 6.0 bewegt sich in der KDA-Tradition, die Heimversorgung bedarfsgerecht weiterzudenken. Das hier zur Diskussion gestellte Leitbild WOHNEN 6.0 ist jedoch keine 6. Heimgeneration. „Eine konsequente Demokratisierung stellt den Sorgenden Gemeinschaften anheim, selbst zu entscheiden, wie professionell oder selbstorganisiert sie ihr Pflegewohnsetting gestalten wollen. Es geht darum, sektorenübergreifend Pflegewohnangebote so weiterzuentwickeln, dass sie den Bedarfen der Langzeitpflegebedürftigen, die dort wohnen, und den Mitarbeitenden, die dort arbeiten, entsprechen“.

Frau Kremer-Preiß wird in ihrem Impuls die Grundzüge für ein Leben im Alter(n) 6.0 skizzieren. Es steht genügend Raum zur Diskussion zur Verfügung.