Herzlich willkommen
zum digitalen Fachtag „Pflegegenossenschaften“
Am 12.11.2026 findet der digitale Fachtag „Pflegegenossenschaften“ statt.
Pflegegenossenschaften können neue Wege eröffnen, indem sie Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen, regionale Akteure zusammenbringen und gemeinschaftliche Lösungen vor Ort ermöglichen. Sie können sowohl Pflegenden als auch pflegebedürftigen Menschen helfen, ihre Interessen einzubringen und so ihre Lebenssituation mitzugestalten. Ein Vortrag aus Spanien wird etwa zeigen, wie genossenschaftliche Strukturen dazu beitragen können, die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften und die Mitbestimmung von Pflegenden zu verbessern. Dieses und weitere Beispiele zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, die genossenschaftliche Ansätze für die Pflege bieten können.
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Quelle: Foto StMGP
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„Ich möchte Sie sehr herzlich zu unserem digitalen Fachtag „Pflegegenossenschaften“ am 12. November 2026 einladen. Pflegegenossenschaften gibt es bislang noch eher selten; sie haben aber enormes Potenzial dafür, ein wichtiger Baustein der pflegerischen Versorgung von morgen zu werden. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen brauchen wir frische Ideen und innovative Formen der Zusammenarbeit.“
Judith Gerlach, MdL
Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention
Fachtag „Pflegegenossenschaften“ am 12.11.2026
Fachtag „Pflegegenossenschaften“ am 12.11.2026
| 10:00 Uhr | Begrüßung und Einführung in den Fachtag durch die Moderatorin Kathrin Seidl | ||||||
| Vorträge | |||||||
| 10:15 Uhr | Die Genossenschaft als innovative Organisationsform in der Pflege | ||||||
| Der Vortrag stellt die eingetragene Genossenschaft (eG) als innovative Rechtsform für die Organisation von Pflege vor. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Typen von Pflegegenossenschaften und ihren Geschäftsmodellen systematisch unterschieden. | |||||||
Dr. Joschka Moldenhauer & Dr. Johannes Blome-Drees|
| Universität Köln |
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| 10:45 Uhr | Generationen verbinden. Zukunft gestalten. Unterstützung neu denken | ||||||
| Wie können Menschen unterschiedlicher Generationen gemeinsam Verantwortung übernehmen und neue Formen der Unterstützung schaffen? Starke Netzwerke vor Ort sichern Pflege und Versorgung nachhaltig in der Region und schaffen gleichzeitig neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. zeigt Ihnen, wie erfolgreiche Zusammenarbeit über verschiedene Ebenen hinweg gelingt und welche Mehrwerte der GVB dabei als starker Netzwerkpartner bietet. | |||||||
Erika Henger & Frank Anetzberger|
| Genossenschaftsverband Bayern |
11:15 Uhr |
Kaffeepause
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| 11:30 Uhr | MARO Genossenschaft – Unterstützung von Mietern mit Pflegebedarf in Demenz-WGs | ||||||
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Das abWG-Konzept sieht eine besondere Rolle des Angehörigengremiums vor, insbesondere in selbstbestimmten ambulant betreuten Wohngemeinschaften ist sie mit etlichen Aufgaben und vielen Entscheidungen verbunden. Genauso ist die Rolle des Pflegedienstes genau definiert – Gaststatus, kein Büro oder Stützpunkt innerhalb der WG u. ä. Beides ist vor allem vor der Eröffnung der WG und in den ersten Monaten mit Herausforderungen verbunden. Bei der MARO-Genossenschaft werden alle Akteure 2 Jahre in Rahmen der Moderation begleitet: Kontaktaufnahme mit Angehörigen vor Beginn; Kontakt mit Pflegediensten vor Beginn; Verknüpfung aller Akteure vor Beginn und bei laufender WG; Informationsvermittlung; Beratung; Unterstützung in allen Bereichen; Hilfe in schwierigen Situationen; Vermittlung in Konfliktsituationen vor Beginn und bei laufender WG. Besonderheit bei der MARO: nach Moderationsende beginnt die WG-Koordination. Sie übernimmt die oben genannten Aufgaben und Beratung der Interessenten; Führung in den WGs, z. B. auch Beratung bzgl. der Möglichkeiten häuslicher Versorgung als Überbrückung vor dem angedachten Umzug in eine WG. Aktuell wurden von der Koordinatorin als zusätzliche Aufgabe zwei externe Moderatorinnen eingearbeitet und unterstützt, um die Moderation in zwei neuen WGs übernehmen zu können. |
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Vlasta Beck|
| MARO-Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen eG |
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| 12:00 Uhr | Maitelan – eine inklusive Genossenschaft für Pflegende und Pflegebedürftige | ||||||
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Maitelan Kooperatiba Elkartea ist eine gemeinnützige Genossenschaft, die 2020 in Hernani (Gipuzkoa, Spanien) gegründet wurde. Entstanden aus einem geschützten Begegnungsraum für Migrantinnen, setzt sich Maitelan für bessere Arbeitsbedingungen von Betreuungskräften und eine menschlichere Gestaltung von Sorgearbeit ein. Das Besondere: In der integralen Genossenschaft sind drei Gruppen gleichberechtigt miteinander verbunden. Betreuungskräfte; Nutzer und Nutzerinnen und ihre Angehörigen; Kooperationsmitglieder; Betreuungskräfte und Nutzer und Nutzerinnen haben eine aktive Stimme und ein Stimmrecht. So entstehen verlässliche Beziehungen, eine enge persönliche Begleitung und eine solidarische Gemeinschaft, in der alle Beteiligten mitentscheiden. Maitelan engagiert sich außerdem für die Würde und Anerkennung von Sorgearbeit. Gemeinsam mit einem Netzwerk von Betreuungskräften entwickelt die Genossenschaft Angebote wie eine Anlaufstelle sowie Beratungs- und Unterstützungsgruppen – insbesondere für Menschen, die unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen arbeiten. Maitelan zeigt: Sorgearbeit kann lokal, solidarisch, gemeinschaftlich und würdevoll organisiert werden. |
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María Elisa Peredo Quiroz & Soledad Granada-Castañeda |
| Pflegegenossenschaft Maitelan |
12:30 Uhr |
Mittagspause
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| 13:30 Uhr | Ein gutes Stück Zukunft selbst gestalten - Erfahrungen der Emder Pflegegenossenschaft eG als sorgende Gemeinschaft | ||||||
| Der Vortrag zeichnet den Weg der Emder Pflegegenossenschaft eG nach: von der ersten Idee vor über sechs Jahren über konkrete erste Handlungsschritte, Erfolgen und Misserfolgen bis hin zu den heute gewachsenen Strukturen und Angeboten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer eigenständigen, aktiven, regional verankerten Sorgekultur. Sie versteht sich nicht als Ersatz professioneller Versorgung, sondern als ergänzendes Netzwerk gegenseitiger Unterstützung. | |||||||
Christiane Esch |
| Emder Pflegegenossenschaft für Ostfriesland eG |
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| 14:00 Uhr | Länger zu Hause leben – wie unsere Mehrgenerationengenossenschaft pflegebedürftige Menschen unterstützt und Versorgung vor Ort organisiert | ||||||
| Wie können ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Zuhause leben? Die Hand-in-Hand Mehrgenerationengenossenschaft zeigt, wie eine genossenschaftlich organisierte Nachbarschaftsstruktur Pflege sinnvoll ergänzen und Versorgung vor Ort stärken kann. | |||||||
Katharina Streck, Gabriele Stark-Angermeier, Michael Germayer
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| Hand-in-Hand Mehrgenerationengenossenschaft eG
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14:30 Uhr |
Kaffeepause
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| 14:45 Uhr | Bezahlbarer Wohnraum für Pflege mit Zukunft – Das Reischacher Genossenschaftsmodell für ambulant betreute Wohngemeinschaften | ||||||
| Die Bürgergenossenschaft Reischach zählt zu den traditionsreichsten Wohnungsgenossenschaften in diesem Bereich und zeigt, wie genossenschaftlich organisierter Wohnungsbau einen wichtigen Beitrag zu bezahlbarem und selbstbestimmtem Wohnen leisten kann. Mit der Bereitstellung von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum schafft sie die Grundlage für eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für pflegebedürftige Menschen – ein Modell, das in Bayern bislang nur selten in dieser Form umgesetzt wurde. Die pflegerische Versorgung erfolgt dabei durch einen ambulanten Pflegedienst, während die Genossenschaft als Vermieterin die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen für diese Wohnform schafft. Der Vortrag beleuchtet das Zusammenspiel zwischen Genossenschaft, Pflegedienst und Bewohnerinnen und Bewohnern, zeigt die Unterschiede zu herkömmlichen ambulant betreuten Wohngemeinschaften auf und erläutert, welche Vorteile sich durch das genossenschaftliche Modell – etwa hinsichtlich bezahlbarer Mieten, langfristiger Stabilität, Mitgestaltung und sozialer Verantwortung – ergeben. Darüber hinaus erhalten Initiatorinnen und Initiatoren wertvolle Impulse für die Entwicklung ähnlicher Projekte. | |||||||
1. Bürgermeister Alfred Stockner
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| Bürgergenossenschaft Reischach
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| 15:15 Uhr | Genossenschaft für assistierte Selbstbestimmung und Teilhabe für und von pflegebedürftigen Menschen auch mit kognitiver Beeinträchtigung und hohen Hilfebedarfen | ||||||
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Seit 2013 werden Menschen mit Behinderung und teilweise hohem Unterstützungsbedarf in ihren eigenen Mietwohnungen begleitet. Wohnen und Assistenz sind dabei vertraglich klar voneinander getrennt – das genossenschaftliche Wohnrecht bleibt unabhängig von Pflege- und Unterstützungsleistungen.
Seit 2021 übernimmt die Genossenschaft Assist-eG die Pflege- und Teilhabeunterstützung. In ihr sind die unterstützten Menschen, rechtliche Betreuerinnen und Eltern sowie die Mitarbeiterinnen organisiert. Unser Ansatz: ∙ Unterstützung aus einer Hand – bei Bedarf auch rund um die Uhr. ∙ Assistierte Selbstbestimmung und individuelle Förderung von Teilhabe. ∙ Pädagogische und pflegerische Fachkräfte mit persönlicher Bezugsbetreuung. ∙ Klientenzentrierte Kommunikation und verlässliche Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen. ∙ „Die Hilfe folgt dem Bedarf“ – flexibel, individuell und unabhängig vom Ort. ∙ Bedarfsermittlung auf Augenhöhe und gemeinsame Entscheidungen nach dem Genossenschaftsprinzip. Individuell finanziert und qualitätsgesichert: Die Unterstützung orientiert sich am persönlichen Bedarf und wird über individuelle Budgets, Pflege- und Behandlungspflegeleistungen sowie weitere bedarfsgerechte Finanzierungsmodelle ermöglicht. Regelmäßige Gespräche mit allen Beteiligten, die gemeinsame Überprüfung der Bedarfe und Wochenpläne sowie Entwicklungsberichte und Gesamtplangespräche sichern die Qualität und Weiterentwicklung der Unterstützung. Das Ziel: Menschen mit Behinderung ermöglichen, selbstbestimmt zu wohnen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und die notwendige Unterstützung genau dort zu erhalten, wo sie gebraucht wird. |
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Dr. Andreas Faulmüller
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| Genossenschaft für assistierte Selbstbestimmung und Teilhabe eG
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15:45 Uhr |
Ausblick & Ende der Veranstaltung
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Schlusswort und Verabschiedung durch die Moderation
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